Weil ich ja schon öfter von der Verbundenheit meiner Familie zur SPD gesprochen habe und sich daraus auch oft Missverständnisse ergeben, möchte ich einmal einen Blog-Artikel zum Anlass nehmen, das etwas genauer zu erklären…
Eigentlich sind es bei uns im Familienstammbaum gar nicht so viele Parteimitglieder, wie es gelegentlich vermutet wird. Häufig wird auch in der lokalen SPD angenommen, Altstadtrat Otto Heuß sei mein Großvater – dies ist jedoch nicht zutreffend.
Mein Großvater war Wilhelm Heuß – der Bruder von besagtem Otto Heuß. Mein Opa war selbstständiger Schuhmacher in Neckarelz – eine sehr bekannte Persönlichkeit und wie mir von allen Seiten erzählt wurde, ein überzeugter Sozialdemokrat – ganz ohne Parteibuch (!). Leider ist er viel zu früh verstorben, ich war da erst 6 Jahre alt und habe ihn daher kaum kennengelernt. Sein Begräbnis soll zu den größten gehört haben, die Neckarelz je gesehen hat (Leute sollen von der Kapelle bis zu den Toren des Friedhofes gestanden haben).
Meine Eltern bekennen sich ebenfalls zur Sozialdemokratie – sind aber der Partei bisher trotzdem nicht beigetreten. Mein Vater wollte übrigens, als er mein politisches Interesse erkannte, mich schon mit 12 Jahren zu den Jusos bringen – was freilich etwas zu früh gewesen wäre… ;-)
Otto Heuß, das bekannteste „sozialdemokratische Urgestein“ in Neckarelz, ist in Verwandtschaft zu mir also eigentlich (nur) der Onkel meines Vaters. Trotzdem spreche ich ihn immer mit „Onkel“ an. Bevor ich zur SPD kam – damals war er noch stv. OV-Vorsitzender in Neckarelz – habe ich ihn kaum gekannt und in Ehrfurcht sogar gesiezt. Wer weiß, ob (bzw. wann) sich das ohne die SPD geändert hätte… heute spreche ich bei jeder sich bietenden Gelegenheit mit ihm über Politik – auch wenn ich mal einen Rat aus kommunalpolitischer Erfahrung brauche, komme ich gerne zu ihm. Er ist gerade kürzlich 85 Jahre alt geworden – ein großes Fest gab es dazu für den „Bürgermeister vom Neckarelzer Unterdorf“ wie er heute noch von vielen Bürgern genannt wird.
Um die „SPD-Verwandtschaft“ komplett zu machen: Ottos Ehefrau Helga ist schon länger bei der AWO aktiv gewesen, aber “erst” seit ca. 10 Jahren Parteimitglied. Ottos und Helgas Tochter Brigitte Valinski hat 1999 auf der SPD-Liste zum Mosbacher Stadtrat kandidiert (damals übrigens noch als Parteilose) – sie vermittelte mir im Rahmen des Kommunalwahlkampfes den Kontakt zum SPD-Ortsverein und ist dann einige Monate nach mir in die Partei eingetreten.
So viel zur groben Skizzierung des „Heuß-Clan“ aus politischer Sicht in der SPD… gesellschaftlich sind wir aber natürlich deutlich vielzähliger aufgestellt… ;-)
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Ein recht aktuelles Foto mit meinem “Onkel”, Altstadtrat Otto Heuß… entstanden bei einer Familienfeier im kleineren Rahmen.
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